Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer: „Austausch von Best Practice zur Bekämpfung der globalen Pandemie –

neue ‚Digital Health Initiative‘ soll Wissenschaftsnetzwerk ausbauen und digitale Gesundheit interdisziplinär erforschen“

 

Seit 2002 arbeiten die sieben wirtschaftsstarken „Power Regionen“ Bayern, Georgia (USA), Quebec (Kanada), São Paulo (Brasilien), Shandong (China), Westkap (Südafrika) und Oberösterreich eng zusammen und tauschen regelmäßig im Zuge der „Konferenz der Regierungschefs“ – dem „Regional Leaders‘ Summit“ (RLS) – ihre Expertisen aus. Auf wissenschaftlicher Ebene wurde das Netzwerk RLS-Sciences gegründet, das aus vier Arbeitsgruppen besteht.

RLS-Vorsitzland ist aktuell Oberösterreich. Pandemiebedingt soll die nächste RLS-Konferenz erst im kommenden Jahr in unserem Bundesland stattfinden. Stattdessen wurde vom 15. bis 16. September 2020 zum virtuellen Symposium über das weltweit aktuell wohl am meisten diskutierte Thema – „Covid-19“ – geladen. Der erste Teil der Konferenz fand heute von 13.30 bis ca. 16 Uhr statt – für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Oberösterreich, Bayern und Westkap. In Georgia/Québec begann das virtuelle Symposium um 7.30 Uhr Ortszeit, in São Paulo um 8.30 Uhr, und in Shandong um 19.30 Uhr.

„Wir wollen zeigen, dass wir auch in Krisenzeiten an einem Strang ziehen und voneinander lernen können, so wie wir es seit beinahe zwei Jahrzehnten sehr erfolgreich praktizieren. Die enormen globalen Herausforderungen, die durch die Covid-19 Pandemie weltweit verursacht wurden und uns alle auch weiterhin vor große Herausforderungen stellen, zeigen erneut die Bedeutung langfristiger, internationaler Kooperationen und die Wichtigkeit des Austauschs zwischen Politik und Wissenschaft. Dieser internationale Erfahrungsaustausch im Rahmen des Regional Leaders‘ Summit bekräftigt uns einmal mehr auf unserem Weg, starke Partnerschaften unter dem Motto ‚connect the best‘ zu pflegen“, begrüßt  Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer als Gastgeber und RLS-Vorsitzender beim heutigen virtuellem Covid-19 Symposium seine Amtskollegen und die Wissenschaft aus aller Welt.

 

Chancen für den Medizintechnik-Standort Oberösterreich

Der Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich präsentiert sich in diesem Kontext vor allem auch im Bereich Medizintechnik und Digitalisierung. „Wir nutzen die Gelegenheit, uns international als SmartMedTech-Spitzenregion präsentieren zu können. Unsere enge Branchenkooperation und die damit verbundenen Synergieeffekte machen unser Bundesland zu einem erstklassigen Medizintechnik-Standort, insbesondere im Bereich der digitalen Gesundheits- und Telemedizin“, so Stelzer.

Heimische Unternehmen können beim Symposium ihr Know-how vor der internationalen Forschungselite präsentieren, so zum Beispiel:  MEDUDSA, das Forschungs- und Leitprojekt der Medizintechnik in Oberösterreich; SYMPTOMA, eine Suchmaschine für Krankheiten – wurde bereits von der Europäischen Kommission als die beste und vielversprechendste eHealth-Lösung ausgezeichnet – und COVIDOR, einer WebApp zur Entlastung von Covid-19 Schleusen in Einrichtungen mit starkem Personenverkehr, voran in den besonders sensiblen Bereichen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime.

 

Start für „Digital Health Initiative“

„Ich freue mich, dass ich als Vorsitzender die Initiative meines Amtskollegen, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, aufgreifen und unter oberösterreichischer Federführung eine gemeinsame Gesundheitsinitiative von RLS-Sciences – die ‚Digital Health Initiative‘ – ins Leben rufen darf. Damit geben wir den Startschuss für eine gemeinsame interdisziplinäre Forschungsgruppe“, so Stelzer. Dabei sollen aktuelle Herausforderungen in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz, Gesundheitsdaten, der entsprechenden Infrastruktur sowie den technologischen, ethischen und politischen Aspekte der digitalen Gesundheit gemeinsam und interdisziplinär erforscht werden, denn: „Künstliche Intelligenz ist nicht mehr weg zu denken und wird die führende Rolle in allen Bereichen des Lebens einnehmen.“

„Ich wünsche uns und unseren Partner-Regionen, dass wir die bevorstehenden Herausforderungen mit Covid-19 gemeinsam gut meistern werden und alle gesund bleiben“, so der Landeshauptmann.

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