Bildungsbericht 2015: Durchschnittliche Kosten pro Schüler in OÖ unter Österreich-Schnitt

Technisch/gewerbliche Schulen werden verhältnismäßig oft besucht

Heute (25. Mai 2016) wurde der Nationale Bildungsbericht Österreich (NBB) 2015 präsentiert. Interessante Details gibt es für Oberösterreich, etwa die durchschnittlichen Ausgaben pro Schüler/innen in der Sekundarstufe 1: Hier liegt Oberösterreich sowohl bei Hauptschulen, Neue Mittelschulen und in der AHS-Unterstufe unter dem Österreich-Schnitt. „Wir gehen sorgsam und effizient mit dem Steuergeld um“, betont LH-Stv. Mag. Thomas Stelzer.

Die Ausgaben für einen oberösterreichischen Volksschüler belaufen sich in Summe auf rund 26.700 Euro. Für einen Kärntner Schüler werden dagegen rund 31.000 Euro aufgewendet. Der Österreich-Schnitt liegt bei rund 27.800 Euro.

Für die Sekundarstufe II zeigen sich Unterschiede zwischen den Bundesländern bei der Verteilung der Schüler/innen nach Schultyp. Knapp 40 % besuchen in Oberösterreich eine Berufsschule, österreichweit liegt dieser Wert bei etwa 30 %. Über 70 % der oberösterreichischen Berufsschüler/innen besuchen eine technisch/gewerbliche Berufsschule. „Gerade als Wirtschafts- und Industriebundesland ist dieser hohe Anteil erfreulich. Das ist für mich aber kein Ruhekissen, sondern Auftrag weiter in die Berufsschulen zu investieren “, so Stelzer. Alleine heuer werden rund 14 Millionen Euro in die Berufsschulen investiert. In Oberösterreich werden laut dem Bildungsbericht generell technische/gewerbliche mittlere Schulen verhältnismäßig oft besucht.

In Wien sprechen mehr als die Hälfte der Primarschüler/innen eine andere Alltagssprache als Deutsch, in den urbanen Gebieten von Oberösterreich liegt dieser Wert auch bereits bei über 45%. 18 % aller Lehrer/innen sind übrigens in einer oberösterreichischen Schule tätig.