Zukunftsoffensive Fachkräfte:

3.000 neue Ausbildungsplätze für Österreich im MINT-Bereich

Fortschreitende Digitalisierung, demographischer Wandel sowie technologische und sektorale Entwicklungen bedingen, dass die Nachfrage an hochspezialisierten MINT/IT-Arbeitskräften in Österreich immer größer wird: Mittlerweile steht jedes zweite IT-Unternehmen in Österreich vor der Herausforderung, die offenen Stellen mit ausreichend qualifiziertem Fachpersonal besetzen zu können. Besonders hoch ist der Fachkräftemangel in Oberösterreich, das als Industrieland einen besonders hohen Bedarf an zusätzlichen MINT/IT-Ausbildungsplätzen aufweist. Unterschiedliche Modell- und Befragungsergebnisse der letzten drei Jahre in Österreich machen signifikant deutlich, dass im MINT/IT-Bereich bestehende und bevorstehende Engpässe von Absolvent/innen vor allem im höher qualifizierten Bereich herrschen.

Um den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich nachhaltig zu sichern und zukünftig zu stärken, startet die Bundesregierung eine umfassende MINT-Zukunftsoffensive: Bis 2023 werden 3.000 neue Ausbildungsplätze im MINT-Bereich geschaffen – und zwar sowohl im Schul- als auch im Hochschulbereich. Das unterschiedet diese neue Initiative auch von den Bestrebungen der Vergangenheit, die sich vorrangig auf den Sekundar- oder den tertiären Bildungsbereich konzentriert hatten.

Diese MINT-Zukunftsoffensive setzt sowohl bei den einschlägigen Höheren Technischen Lehranstalten (HTL), den Handelsakademien (HAK) und den Kollegs an HTL und HAK als auch bei den Fachhochschulen (FH) an. Von den rund 3.000 zusätzlichen Ausbildungsplätzen sollen mehr als 2.000 auf HTL, HAK und Kollegs und rund 1.000 auf die Fachhochschulen fallen. Es ist also ein Verhältnis 2:1 angedacht und das aus gutem Grund: Schließlich entscheidet sich ein Teil der HTL-, HAK- und Kollegabsolvent/innen für ein weiterführendes Studium.

Gesamte Unterlage laden