Es geht um viel für Oberösterreich: Mit den im Herbst startenden Verhandlungen über das Hochschulbudget werden die Weichen für eine der wichtigsten Standortentscheidungen seit Jahren gestellt. Ein erfolgreiches Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsbundesland braucht eine starke Johannes Kepler Universität, eine starke JKU ein stabiles finanzielles Fundament. Grundlage der Verhandlungen mit dem Bund bildet die JKU Agenda +25: Die Zahl der prüfungsaktiven Studierenden in den MINT-Fächern soll in den nächsten drei Jahren um 25 Prozent gesteigert werden. Hinter diesem ambitionierten Ziel steht der gesamte Standort.

Ich habe schon zahlreiche Gespräche mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und Bildungsminister Heinz Faßmann geführt, um auf die finanzielle Schieflage hinzuweisen. Die Rechnung ist ziemlich einfach. Geht es dem Wirtschaftsstandort Oberösterreich gut, geht es auch der Republik gut. Es benötigt aber mehr als anerkennende Worte der Bundesregierung, es braucht konkrete Taten in Form einer ausreichenden finanziellen Ausstattung“, so Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und verweist auf Vergleichszahlen.  Liegt Oberösterreichs Anteil am nationalen BIP (2016) bei 17 Prozent, so bekommt die JKU vom Gesamtbudget der Universitäten nur 5 Prozent. Zum Vergleich: Wien bekommt 54 Prozent vom Budget, der Anteil am BIP liegt bei 26 Prozent. Auch im Vergleich mit der Steiermark ist eine Benachteiligung der JKU erkennbar: Für 13 Prozent Anteil am BIP gibt es 20 Prozent vom Uni-Budget.

Oberösterreich als Wirtschaftslokomotive der Republik braucht eine starke Kepler-Uni, um sich weiterzuentwickeln. Daran muss auch der Bund Interesse haben, wenn ich etwa nur an die vielen Steuermillionen aus Oberösterreich denke, über die sich der Bund freuen darf. Die JKU Linz mit Rektor Lukas an der Spitze hat mit dem Entwicklungsplan bis 2024 ein klares Konzept vorgelegt. Für die anstehenden Leistungsvereinbarungen gibt es volle Rückendeckung aus Oberösterreich“, betont Landeshauptmann Stelzer.

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