LH-Stv. Stelzer zu Schulrechtspaket der Bildungsreform: „Richtig, wichtig und notwendig“

„Ankündigungen müssen nun aber auch Taten folgen – OÖ ist bereit für Umsetzung!“

Die Bundesregierung hat als einen Teil der Bildungsreform das sogenannte „Schulrechtspaket“ präsentiert. Zentrale Schwerpunkte dieses Pakets sind die verstärkte Sprachförderung und eine Neugestaltung der Schuleingangsphase. „Das sind alles richtige, wichtige und notwendige Maßnahmen. Aber jetzt müssen diesen Ankündigungen auch einmal Taten folgen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer in Richtung Bildungsministerin Heinisch-Hosek. Immerhin sei bereits im November 2015 die große Bildungsreform euphorisch präsentiert worden, ruft Stelzer in Erinnerung.  „Geschehen ist seither allerdings wenig.“

Oberösterreich sei jedenfalls bereit für die Umsetzung des Schulrechtspaktes. „Wir haben in den letzten Monaten bereits Vorarbeiten geleistet und können etwa den Bildungskompass rasch umsetzen“, sagt Stelzer. Durch den Bildungskompass soll die Schuleingangsphase neu gestaltet und die Informationsweitergabe über den Entwicklungsstand der Kinder bei Übertritt von Kindergarten in die Volksschule geregelt werden. „Dadurch ist von Anfang an eine genaue Förderung der Kinder möglich.“

Zu den „Sprachstartgruppen“, die zusätzlich zu den Sprachförderkursen verankert werden und in denen vor Eintritt in den Regelunterricht im Ausmaß von elf Wochenstunden anstelle von Pflichtgegenständen Deutsch unterrichtet werden soll, sagt Stelzer: „Wenn Kinder aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse dem Unterricht nicht folgen können, leiden nicht nur diese Kinder darunter, sondern die ganze Klassengemeinschaft.

In Oberösterreichs Volkschulen liegt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund bei 17,6 %. Über 2.000 Flüchtlingskinder sind seit 1. Juli 2015 in das oberösterreichische Pflichtschulsystem eingetreten. Mindestens 760 – derzeit noch nicht schulpflichtige Flüchtlingskinder – werden in den nächsten Jahren folgen. „Wir müssen diese Kinder so früh und so individuell wie möglich fördern, sonst droht eine ‚lost generation‘ heranzuwachsen“, so Stelzer.

Download:

Presseaussendung laden