Nächster Schritt in Richtung digitales Klassenzimmer

Land OÖ startet Tablet-Klassen und Pilotprojekt mit Mini-Computer

„WWW“ genauso wichtig wie das „ABC“

Digitale Medien sind ein fester Bestandteil unseres Alltags und nicht mehr wegzudenken – dies gilt natürlich auch für die Welt der Kinder und Jugendlichen. Ein kompetenter Umgang mit digitalen Medien ist zu einer bedeutenden Schlüsselkompetenz geworden, die eine zeitgemäße Bildung berücksichtigen und ermöglichen muss.

Die Digitalisierung betrifft zunehmend alle Lebensbereiche und bewirkt einen beständigen Wandel des Alltags. Zum einen ändern sich die beruflichen Anforderungen, zum anderen wird insbesondere der private Lebensbereich davon geprägt: Digitale Medien ermöglichen einen permanenten Zugriff auf Internet und mobile Anwendungssoftware und somit auf fast unerschöpfliche Informationsquellen oder Kommunikationsmöglichkeiten. Mobile Devices wie Smartphones oder Tablets sind zum allgegenwärtigen Begleiter geworden, wie auch die Ergebnisse der Medienstudien* zeigen: 77 % der Jugendlichen (2015) und 21 % der Kinder (2016) sind im Besitz eines Smartphones. 94 % der Jugendlichen (2015) und 66 % der Kinder (2016) haben Zugang zum Internet.

Diese Entwicklungen haben auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden sich Berufsinhalte und Tätigkeitsschwerpunkte verschieben und somit zu einer Änderung der Jobprofile führen. Die Arbeitsinhalte werden sich weg von Routine hin zu Nicht‑Routine Tätigkeiten bewegen. Die Ansprüche an die Kompetenzen und formale Qualifikation der Beschäftigten werden demnach steigen.

„Die rasante Entwicklung und Ausweitung der Digitalisierung verlangt eine Integration in die Bildungslandschaft und in die Bildungsinstitutionen. Kinder und Jugendliche müssen die Möglichkeit erhalten, einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien und der Digitalisierung zu erlernen. Klar ist, dass das ‚WWW‘ heutzutage genauso wichtig ist wie das ‚ABC‘. Es hat aber noch nicht denselben Stellenwert im Klassenzimmer. Wir müssen raus aus der ‚Kreidezeit‘ und rein ins digitale Klassenzimmer“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Thomas Stelzer.

Das laufende Schuljahr steht bereits im Zeichen der Digitalisierung: Im Herbst 2016 wurde eine neue Förderschiene präsentiert, die den Breitbandanschluss der Pflichtschulen flächendeckend ermöglichen soll. Parallel dazu wurde eine Agenda für die digitale Bildung in OÖ erarbeitet. Dieses Papier ist das Ergebnis eines Prozesses, bei dem Vertreter verschiedener Institutionen (Fachhochschule OÖ, pädagogische Hochschule der Diözese Linz, Landesschulrat für OÖ, Land OÖ und Education Group) in mehreren Workshops ihre Expertise eingebracht haben.

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