LH Stelzer bei Schulbesuch mit Integrationsbotschafter/innen: „Die Schule ist ein Ort, wo Integration entschieden wird.“

Gemeinsam mit drei Integrationsbotschafter/innen des österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), besuchte Landeshauptmann Thomas Stelzer heute (Donnerstag) in Linz die Neue Mittelschule der Franziskanerinnen. Bei seiner Begrüßung betonte der Landeshauptmann, dass die Schule nicht nur ein Ort sei, an dem Integration stattfinde, sondern wo sie zum größten Teil entschieden werde: „Das Miteinander ist immer eine große Herausforderung. Es braucht gegenseitigen Respekt und das Einhalten von Spielregeln, damit es gelingen kann. Ich will, dass in Oberösterreich alle Menschen gut miteinander auskommen, aber auch, dass alle die gleichen Chancen vorfinden. Zusammenleben soll nicht nur ein plakativer Ausdruck sein: Heute ist es in Oberösterreich mehr denn je notwendig geworden, eine gemeinsame Gesellschaft zu bilden, weil auch wir bunter und vielfältiger wurden. Integration ist dabei das Erfolgsgeheimnis für ein demokratisches Zusammenleben.“

Landeshauptmann Stelzer unterstrich auch die Bedeutung von Integrationsbotschafter/innen, denn sie haben gezeigt, dass man sich mit Wille und Leistungsbereitschaft auch in einem fremden Land etwas aufbauen und schaffen könne.

Bei einer Talkrunde und einer anschließenden Fragerunde mit rund 140 Schüler/innen, standen die Lebensgeschichten der Integrationsbotschafter/innen im Vordergrund. Adnan Durakovic, der im Schulalter aus Bosnien und Herzegowina kam, sagt heute: „Österreich ist meine Heimat, in diesem Land stehen einem alle Türen offen, wenn man bereit ist, etwas zu leisten.“

Ina Rexhepi, die ihre Wurzeln im Kosova hat, ist dafür dankbar, wie sie als Volksschulkind in Österreich aufgenommen wurde. Vor allem der Lebens- und Bildungsstandard, der in Österreich herrscht, sei keine Selbstverständlichkeit: „Unser größtes Gut in Österreich ist der Verstand“. Österreich sei das schönste Land der Welt, der Kosovo gehört aber auch zu ihr und regelmäßige Reisen ermöglichen ihr nun, zwischen den Ländern eine Brücke zu schlagen, so die Mutter und Geschäftsfrau.

Rami Silwa kam als Kleinkind mit seiner Familie nach Österreich und hat kaum Erinnerungen an seine Heimat, den Irak: Nicht nur deswegen, aber auch vorrangig die Sicherheitslage im Irak würden es ihm unmöglich machen, wieder zurückzukehren. Er ist ebenfalls der Meinung, dass einem in Österreich alle Türen offen stehen: „Letztendlich ist trotzdem Bildung der Schlüssel für alles: Jeder in diesem Land kann sich glücklich schätzen, denn ich kenne kein Land mit einer besseren Lebensqualität.“

Kurzer Lebenslauf der Integrationsbotschafter/innen:

Ina Rexhepi

  • Wurzeln im Kosovo, seit 1989 in Österreich
  • Selbstständig; Geschäftsführerin der Werbeagentur Rex
  • Seit dem Start der Initiative 2011 bei Zusammen:Österreich (Z:Ö) engagiert

Adnan Durakovic

  • Wurzeln in Bosnien, seit 1994 in Österreich
  • Key Account Manager bei ISS
  • Seit dem Start der Initiative 2011 bei Z:Ö engagiert

Rami Sliwa

  • Wurzeln im Irak, seit 1992 in Österreich
  • Storemanager bei Tesla
  • Seit 2017 bei Z:Ö engagiert

Was ist ZUSAMMEN:ÖSTERREICH?

Die Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH wurde 2011 gegründet. Seither besuchen erfolgreiche Menschen mit Migrationshintergrund als sogenannte Integrationsbotschafter/innen Schulen in ganz Österreich und diskutieren mit jungen Menschen über Voraussetzungen für ein gutes Miteinander und motivieren sie, ihren Weg in Österreich zu gehen.