„Rechtzeitig handeln“: Eigener Testbus unterstützt ab sofort Monitoring in Regionen mit hohen Infektionsraten

 

 

Bereits vor zwei Wochen hat das Land Oberösterreich unter dem Motto „Rechtzeitig handeln“ ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um in Regionen bzw. Gemeinden, die eine hohe 7-Tages-Inzidenz aufweisen rasch und punktgenau agieren zu können. Eine zentrale Rolle spielt dabei die umfangreiche Testung, um rasch ein Bild über die Infektionen zu erhalten. Ab sofort wird dafür auch ein Testbus eingesetzt, der punktgenau in jene Orte geschickt werden kann. Start ist bereits an diesem Donnerstag, 25.3., in der Gemeinde Wartberg an der Krems und am Freitag, 26. März in der Gemeinde Nußbach, beide im Bezirk Kirchdorf. Dieser weist aktuell eine 7-Tages-Inzidenz  von 387,2 auf. (Quelle: Dashboard AGES, 23.3.,16h)

 

„Mit diesem Testbus ist es uns möglich, noch rascher auf Fallhäufungen zu reagieren. Neben dem umfangreichen Dauertestangebot können wir mit dem Testbus an einem Tag den Mitbürgerinnen und Mitbürgern vor Ort ein einfaches und unkompliziertes Testangebot machen und so eine noch bessere Einschätzung der Lage erreichen“, betonen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander und appellieren an die Bevölkerung, diese Möglichkeit zu nutzen, wenn sie angeboten wird. Dies gilt insbesondere für Personen, die nicht im Kontaktpersonenmanagement genannt wurden, aber besorgt sind, dass es durch ungeschützte Kontakte vielleicht zu Ansteckungen gekommen ist. Diese sind besonders aufgerufen, sich testen zu lassen. Das ist die Maßnahmen wirksam sind, hat sich gezeigt. Im Bezirk Perg wurde dieses Konzept umgesetzt. Der Bezirk lag deutlich über einer 7-Tages-Inzidenz von 300 und ist jetzt bei 237,8. (Quelle: Dashboard AGES, 23.3.,16h)

Die Standorte des Testbusses werden gemeinsam mit den Gemeinden festgelegt. Die Einladung erfolgt über die gemeindeeigenen Kommunikationskanäle. Dafür hat das Land OÖ über die Bezirkshauptmannschaften ein umfangreiches Kommunikationspaket für die Gemeinden  geschnürt. Für den Testbus ist keine Anmeldung notwendig und er ist in der Regel von 9.30 bis 12:30 Uhr und 13 bis 17.45 Uhr geöffnet.

 

Das Maßnahmenpaket „Rechtzeitig handeln“

Mit diesem Schritt wird der oö. Weg „Rechtzeitig handeln“ weiter entwickelt. Um eine 7-Tages-Inzidenz von über 400 auf 7 Tage zu verhindern und damit einschneidende Maßnahmen vermeiden zu können wurden folgende fünf Schritte definiert:  Monitoren – Informieren – Testen – Nachverfolgen (Tracen) – Isolieren. Die Maßnahmen nochmals im Detail:

 

Monitoren:

Seitens des Landeskrisenstabes werden gemeinsam mit den Bezirkshauptmannschaften die Regionen beobachtet, die über mehrere Tage und Wochen ein auffälliges Infektionsgeschehen haben. Das betrifft zum Beispiel:

  • Infektionen in Alten und Pflegeheimen
  • Auffällige Fallhäufungen z.B. in Gemeinden oder Betrieben bzw. breitflächige Streuung in der gesamten Region
  • Nachweise bzw. verstärkte Hinweise auf Auftreten einer Mutation

Dabei wird auch der Ursache der hohen Infektionen nachgegangen. Aufgrund dieser Ergebnisse werden die einzelnen Maßnahmen festgelegt:

 

Informieren:

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, mit dem dringenden Appell an die Bürger des Bezirkes, die Covid-Schutzmaßnahmen (Abstand halten, verpflichtendes FFP2-Maskentragen, regelmäßiges Händedesinfizieren, regelmäßiges Lüften der Räume …) unbedingt einzuhalten.

  • Information in regionalen Medien
  • In Zusammenarbeit mit den Gemeinden deren Kommunikationskanäle bzw. auch von Vereinen nutzen. Appell an die Bürgermeister, entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zu leisten bzw. für die Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen in der Gemeinde zu sorgen.
  • In Betrieben die interne Kommunikation im Unternehmen

 

Testen – Nachverfolgen – Isolieren:

Bei Fallhäufungen in Betrieben bzw. in Gemeinden wird unmittelbar und direkt Kontakt mit den Verantwortlichen aufgenommen und das Covid-Schutzmaßnahmenkonzept der Firma bzw. mögliche Ursachen des Entstehens der Fallhäufung in den Betriebsabläufen überprüft. Werden die Quellen gefunden wird großzügig getestet. Das heißt, dass nicht nur K1 sondern auch K2 getestet werden. Das Contact Tracing wird daher breiter gefasst. Bei Gemeinden mit einer hohen Fallinzidenz gibt es außerdem verstärkte Präsenz durch die Exekutive.