Eine neue technische Universität in Oberösterreich

Eine neue technische Universität in Oberösterreich

Die Digitalisierung ist einer der wesentlichen Zukunftsbereiche, den es unbedingt weiter auszubauen gilt. Die Gründung einer neuen technischen Universität bietet die Chance, moderne Strukturen, neue Forschungsfragen und zukunftsorientierte Lehrmethoden zu realisieren. Die neue TU kann und soll als Digital-Universität ein wissenschaftliches Leuchtturmprojekt und ein innovatives Zugpferd sein. Sie wird auf bestehende institutionelle und fachliche Strukturen zurückgreifen und Synergien nützen.

Nächster Schritt: Vorbereitungsgruppe

Das BMBWF wird schon in Kürze eine Vorbereitungsgruppe einsetzen, die zentrale Fragen erarbeitet und offene Punkte für einen universitätspolitischen Rahmenplan klärt. Involviert sind das BMBWF, das Land OÖ, das BMF, die JKU, die Kunstuniversität Linz, die FH OÖ, der Wissenschaftsrat sowie Wirtschaft bzw. Industrie. Die Gruppe setzt sich wie folgt zusammen:

Leitung:           BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann und LH Mag. Thomas Stelzer

Mitglieder:       Mag. Elmar Pichl, Leiter der Hochschulsektion im BMBWF

Markus Achleitner, Wirtschaftslandesrat in Oberösterreich

Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas, Rektor der JKU Linz

Univ.-Prof. Dr. Sabine Seidler, Präsidentin der UNIKO, Rektorin der TU Wien und Mitglied der TU Austria

Mag. Brigitte Hütter, Rektorin der Kunstuniversität Linz

Dr. Regina Aichinger, Geschäftsleitung FH Oberösterreich

Univ.-Prof. Dr. Antonio Loprieno, Vorsitzender des Wissenschaftsrates

Univ.-Prof. Dr. Monika Henzinger, Mitglied des Wissenschaftsrates

Dipl.-Ing. Franz Peter Mitterbauer, Vorstandsvorsitzender bei Miba AG

Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der ars electronica

Die Vorbereitungsgruppe wird sich um die folgenden fünf zentralen Fragen kümmern und Vorschläge erarbeiten:

  1. Standort und Name

Klärung der konkreten Standortwahl in Oberösterreich sowie Fragen der Bau-Infrastruktur, Diskussion der Synergien mit bestehenden Hochschulstandorten, Diskussion der Namensgebung

  1. Kapazität

Festlegung der Studierenden-Kapazitäten, Ableitung der damit zusammenhängen Ressourcen (Personal und Infrastrukturen)

  1. Lehre und Forschung

Skizzierung der Studienarchitektur und der didaktischen Grundprinzipien (Präsenzlehre, distance learning, Unterrichtssprache, Einbindung der praktischen Ausbildung, Digitalisierungsgrad), Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundsatzfragen

  1. Finanzierung

Klärung der finanziellen Erfordernisse

  1. Grundsätzlicher rechtlicher Rahmen

Klärung der Rechtsgrundlage, um neue, innovative und flexible sowie unbürokratische Wege beschreiten zu können

Neben dieser Vorbereitungsgruppe wird ein rein akademisches Gremium die wissenschaftliche Konzeption der neuen TU erarbeiten (Konzeptgruppe zur Erstellung des wissenschaftlichen USPs). Die besten Forscher und Forscherinnen aus dem Gebiet der Informatik und benachbarter Disziplinen werden eingeladen, diese Konzeption zu erstellen.

Die Ergebnisse der Konzeptgruppe und die Vorgaben durch die Vorbereitungsgruppe werden schließlich einem Gründungskonvent übergeben. Dieser Gründungskonvent, der im nächsten Jahr seine Arbeit aufnehmen wird, fasst alle vorliegenden Ergebnisse zusammen und realisiert die ersten Schritte. Im Studienjahr 2023/24 soll die TU ihren Betrieb aufnehmen.

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